Ernährung bei MS

Eine konsequente Einhaltung einer linolsäurearmen Diät gewährleistet den Therapieerfolg und kann ein Fortschreiten der MS zum Stillstand bringen.

Antientzündungstherapie nach Dr. Hebener

Die konsequente Einhaltung der linolsäurearmen Diät gewährleistet den Therapieerfolg

Linolsäure

Richtige Ernährung bei MS

Groß ist die Vielfalt der Entzündungsursachen, und unterschiedlich sind die Entzündungsformen. In einem Punkt aber sind sich alle Entzündungen gleich, sie brauchen einen Brennstoff: Die hochungesättigte Arachidonsäure.

Der chemische Vorläufer der Arachidonsäure ist die Linolsäure. Ausserdem verstärkt die Linolsäure durch stimulierende Botenstoffe die Immunreaktion sowie die Freisetzung sog. freier Radikale, die maßgeblich an der Gewegsschädigung beteiligt sind.

Bei einer Entzündung wird nun die Arachidonsäure in Entzündungsstoffe umgewandelt (Prostaglandine und Leukotriene). Diese Botenstoffe sind, vereinfachend gesagt, verantwortlich für die entzündungstypischen Symptome wie Rötung, Schmerz, Schwellung und Eindringen von Abwehrzellen in das entzündete Gewebe.

Aus dieser Logik heraus wurde die im Rahmen der Komplexen Ernährungs- und Stoffwechseltherapie praktizierte linolsäurereduzierte Ernährung unter Beigabe verschiedener natürlicher Nahrungsergänzungen entwickelt.
 

Dr. med. Olaf Hebener hat mittlerweile bei weit über 4000 MS-Kranken mit dieser Therapie große Erfolge verzeichnen können.

 

  • Durch die Ernährungsumstellung auf eine linolsäurereduzierte Diät kann die MS weitestgehend stabilisiert werden, oftmals auch verbunden mit weiteren Verbesserungen. 

  • Die linolsäurereduzierte Diät ist als Therapie quasi nebenwirkungsfrei.

  • Die Diät ist alltagstauglich und kann in die tägliche Ernährung der ganzen Familie integriert werden.

  • Ausnahmen sind erlaubt, auch gelegentliche Diätfehler verursachen maximal kurzzeitige Verschlechterungen einzelner Symptome, stellen die Stabilität jedoch nicht grundsätzlich in Frage.

Die Komplexe Ernährungs- und Stoffwechseltherapie

nach Dr. med Olaf Hebener

Eine alltagstaugliche Diät

Besonders empfehlenswert sind Fisch, Obst und Gemüse

Bevor Sie hier nun lesen, was Sie eventuell nicht essen sollten, geben wir Ihnen doch lieber erst einmal ein paar Beispiele dafür, wie viele gesunde und schmackhafte Lebensmittel Sie im Rahmen der komplexen Ernährungs- und Stoffwechseltherapie dennoch mit Freude genießen können. Besonders empfehlenswert sind Fisch, Obst und Gemüse. So werden Sie auch weiterhin köstliche Gemüseaufläufe, reichhaltige Obstsalate und vielfältige Fischgerichte verzehren können. Süßen und würzen können Sie im Prinzip nach Belieben. Oder sagen wir, auf jeden Fall in dem Maße, in dem es im Rahmen einer vollwertigen Ernährung ohnehin empfehlenswert ist. Kartoffeln und Hartweizegriesnnudeln (ohne Ei) können Sie ebenfalls in beliebiger Menge verzehren.  Natürlich gibt es auch einige Lebensmittel, die im Rahmen der linolsäurereduzierten Ernährung weniger bis gar nicht empfehlenswert sind. Diese müssen mit Bedacht gewählt und mengenmäßig begrenzt werden.
 


Die Grundvoraussetzung, um die linolsäurereduzierte Ernährung erfolgreich durchführen zu können, ist die Einsicht in die Notwendigkeit, der Entzündung mit dem weitestgehenden Verzicht auf Linolsäure sozusagen den „Brennstoff“ zu entziehen.


Wenn Sie das erst einmal verinnerlicht haben, werden Sie Ihre neuen Ernährungsgewohnheiten schon sehr schnell meistern können. Spätestens aber nach ca. 3 - 6 Monaten, wenn die ersten Anzeichen eines Stillstandes zu spüren sind, werden Sie diese Ernährungsform gerne in Ihr Leben integrieren. Zumal Sie sich hierbei sogar noch etwas gesünder ernähren können als zuvor.

Allerdings sollten Sie nicht versuchen, sich und Ihre Ernährung von heute auf morgen in einem Kraftakt umzukrempeln. Auch hier liegt, wie bekanntlich bei vielen Dingen im Leben, in der Ruhe die Kraft. Es geht nicht darum, kurzzeitig spektakulär voranzukommen, sondern in eine praktikable Form einer langfristig begleitenden Ernährungsgewohnheit förmlich hineinzuwachsen.

In den ersten Monaten wird die Küchenwaage wichtiges Handwerkszeug sein

Mit diesem Hilfsmittel werden Sie lernen, wieviele Gramm eines Nahrungsmittels welche Menge Linolsäure enthalten. Versuchen Sie einfach, Ihre Ernährungssituation mit derjenigen Logik einer Kohlenhydratdiät beim Diabetiker zu vergleichen.
 
Aber wie schon gesagt, wir lassen Sie nicht alleine und begleiten Sie gerne mit kompetenter Unterstützung in allen Therapie- und Diätfragen. Die meisten Fragen lassen sich in aller Regel auch telefonisch klären, sofern der Patient zuvor persönlich vorstellig wurde.
 

Linolsäure in Lebensmitteln

Die nachfolgenden Lebensmittel-Beispiele sollen Ihnen nur einmal einen kleinen Einblick vermitteln in die unterschiedlichen Linolsäure-Anteile (am Beispiel von Streichfetten / Ölen und Broten).

Fette

Margarinen, insbesondere Diätmargarinen und pflanzliche Öle, sind extrem reich an Linolsäure! Auf diese Produkte sollten Sie in jedem Fall verzichten.

Die folgenden Beispiele verdeutlichen das Problem:

  • Diätmargarine
    46.300 mg Linolsäure/100g
  • Sojaöl
    52.900 mg Linolsäure/100g
  • Weizenkeimöl
    55.700 mg Linolsäure/100g
  • Schweineschmalz
    9.350 mg Linolsäure/100g (1.700 mg Arachidonsäure)

Proteine

Für eine gesunde Ernährung ist die ausreichende Versorgung mit Proteinen unverzichtbar. Dazu zählen auch Milchprodukte. Es sollten ausschließlich magere Fleischqualitäten unter Vermeidung von Schweinefleisch und höchstens jeden zweiten Tag verzehrt werden. Fleisch gehört zu einer ausgewogenen Ernährung. Jedoch gibt es auch Eiweiße pflanzlichen Ursprungs (wie z.B. in allen Gemüsesorten, Reis, Hartweizengries, Kartoffeln, Hartweizennudeln enthalten), die, wenn auch von etwas geringerer biologischer Wertigkeit, an den fleischlosen Tagen durchaus eine mögliche Alternative darstellen. Vorsicht ist jedoch bei allen Hülsenfrüchten geboten, die zwar einen hohen Eiweißgehalt, jedoch auch vergleichsweise hohe Linolsäurekonzentrationen enthalten.

Kohlehydrate

Es sollten möglichst komplexe Kohlenhydrate verzehrt werden. Empfehlenswert sind Kartoffeln, Reis und Hartweizennudeln ohne Ei. Bei allen Getreidearten sind die Hüllen um das Korn besonders linolsäurereich. Aus diesem Grund sollten Vollkornprodukte möglichst gemieden werden. Generell sollte Brot mit Bedacht ausgewählt werden. Denn auch das geschälte Korn ist relativ reich an Linolsäure. Roggen hat im Vergleich zu Weizen den geringeren Linolsäureanteil. Deshalb sollten Betroffene möglichst dunkle Brotsorten bevorzugen.
  • Roggenvollkornbrot
    385 mg Linolsäure / 100g
  • Weizenbrot
    415 mg Linolsäure/100g
  • Grahambrot
    420 mg Linolsäure/100g

Obst und Gemüse

Obst und Gemüse werden weiterhin ein zentraler Bestandteil der Ernährung sein. Vorsicht ist nur bei wenigen Sorten (z.B. Sprossen, Avocado oder, wie bereits erwähnt, Hülsenfrüchten sowie Nüssen) geboten.

Die leicht resorbierbaren Kohlenhydrate, insbesondere Zucker, sollten zurückhaltend verzehrt werden, wie dies im übrigen auch jedem anderen Menschen zu empfehlen ist. Es muss jedoch betont werden, dass weder Zucker noch Honig oder Süssstoff Linolsäure beinhalten. Entsprechend ist das "Linolsäureproblem" bei Marmeladen und Konfitüren ausschließlich durch den jeweiligen Fruchtanteil definiert und in der Regel zu vernachlässigen.

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Dr. Hebener

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